Highlight
- 🌆 Spektakulärer Panoramablick über die Berner Altstadt bis zu den Alpen
- 🏛️ Elegantes Interieur auf dem Loeb-Dach – gehobene Atmosphäre mit Wärme
- 🍽️ Raffinierte italienische Küche ohne Pizza – Business Lunch und à la carte
- 💁 Aufmerksamer und herzlicher Service, der selbst nervöse Gäste willkommen heisst
Das Nido Bern thront hoch über der Stadt im obersten Stock des traditionsreichen Kaufhauses Loeb. Seit seiner Eröffnung überzeugt das elegante Restaurant mit raffinierter Küche, tadelloser Bedienung und einem unvergleichlichen Ausblick auf die Berner Altstadt und die Alpenkette. Ein Ort für besondere Anlässe und gehobene Mittagessen.
Unser Besuchserlebnis im Nido Bern
Nido Bern Aussicht und Atmosphäre
Der Weg zum Nido führt mit dem Lift in den obersten Stock des Loeb-Kaufhauses, gefolgt von einer letzten Treppe (alternativ steht ein Lift für Gäste mit eingeschränkter Mobilität zur Verfügung). Beim Betreten des Restaurants offenbart sich ein beeindruckendes Interieur: elegant, gepflegt und mit einem Hauch von Exklusivität.
Das Publikum im Nido ist erkennbar gehoben – Geschäftsleute, wohlhabende Gäste und Geniesser, die Wert auf gehobene Gastronomie legen. Trotz dieser formellen Atmosphäre strahlt das Restaurant eine angenehme Wärme aus. Der Service ist von Beginn an aufmerksam und freundlich, was selbst etwas nervösen Gästen die Anspannung nimmt.
Das absolute Highlight: Der atemberaubende Panoramablick über die Berner Altstadt bis hin zur imposanten Alpenkette. Diese Aussicht ist in Bern unübertroffen und macht jeden Besuch zu einem visuellen Erlebnis.
Business Lunch auf hohem kulinarischen Niveau
Zur Mittagszeit bietet das Nido eine kompakte Karte sowie einen Business Lunch. Obwohl das Rindsfilet Rossini mit Trüffeljus und Gänseleber verlockend klang, entschied ich mich für das dreiteilige Business-Lunch-Menü.
Der erste Gang präsentierte sich als Kürbis-Soufflé, umgeben von einem cremigen Ziegenkäse-Fondue und garniert mit feinen Kartoffelstreifen. Das Soufflé selbst hatte eine etwas festere Konsistenz als erwartet und einen milden, dezenten Kürbisgeschmack.
Der wahre Star dieses Gangs war jedoch das Ziegenkäse-Fondue: angenehm cremig in der Konsistenz und kräftig im Aroma. Es brachte ein authentisches Fondue-Feeling mit sich, wobei der Ziegenkäse subtil, aber prägend durchschimmerte. Eine raffinierte Kombination, die Lust auf mehr machte.
Der Hauptgang wurde kunstvoll arrangiert: Ein Schweins-Rollbraten thronte über einem cremigen Rosmarin-Kartoffelpüree und Stängelkohl, umgeben von einem kräftigen dunklen Jus.
Der Rollbraten beeindruckte mit einer perfekt gebratenen Kruste, die herrliche Röstaromen verströmte. Das Innere war sehr zart, fast schmelzend. Der Jus war kräftig und komplex, mit Barbecue-ähnlichen Aromen. In Kombination mit dem Rollbraten entstand eine tolle Geschmackstiefe. Das Rosmarin-Kartoffelpüree war von fliessender Konsistenz und ein würdiger Begleiter. Der Stängelkohl, serviert unter dem Rollbraten, behielt seinen charakteristischen Biss.
Das Dessert präsentierte sich zunächst als imposanter Berg aus luftig geschlagenem Rahm, dekoriert mit Zartbitterschokoladen-Spänen. Darunter verbarg sich die Marronicreme – im Grunde ein klassisches Vermicelles mit grosszügiger Rahm-Portion.
Geschmacklich war das Dessert solide, allerdings dominierte der Rahm etwas zu stark. Eine ausgewogenere Balance zwischen Marroni und Rahm hätte dem Abschluss zusätzliche Raffinesse verliehen.