Highlight
- 🏠 Schönes, stilvolles Interieur mit viel Holz und gepflegter Tischdekoration
- 🌳 Wunderschöne Terrasse mit Kastanienbäumen und Sonnenschirmen – ideal für den Sommer
- 💁 Sehr aufmerksamer und kompetenter Service mit spürbarer Wertschätzung gegenüber den Gästen
- 📋 Mehrgängiges Abendmenu mit Wahl zwischen 3 und 5 Gängen, ergänzt durch eine gut sortierte Weinkarte
- 🥩 Sorgfältig gekochtes und schön angerichtetes Essen – das Tatar und Kalbsgeschnetzelte waren tadellos
- Adresse: Weissensteinstrasse 61, 3007 Bern
- Telefon: +41 31 371 57 67
- Webseite: restaurant-sueder.ch
- ÖV: Bus Nr. 10 Richtung Schliern bis Weissensteinstrasse, dann 100m zu Fuss
Das Restaurant Süder in Bern überzeugt mit einem gepflegten Interieur und einer kulinarisch anspruchsvollen Küche. Ich habe den Süder nun zwei Mal besucht – zuletzt im Juni 2026. Ein Besuch lohnt sich!
Mein letzter Besuch (Juni 2026)
Der Süder liegt etwas ausserhalb des Stadtzentrums im Weissenstein Quartier, in einem hübschen älteren Eckhaus mit weissen Wänden und Sandstein an den Ecken.
Innen überzeugt das elegante Interieur mit Holztäfer an den Wänden und weisser Decke. Die Tische sind sehr gepflegt gedeckt. Der sehr aufmerksame, kompetente Service rundet die elegante Atmosphäre ab.
Dieses Mal habe ich die schöne Terrasse mit Kastanienbäumen und Sonnenschirmen genossen – ein echtes Highlight im Sommer.
Die kleine Karte erlaubt es der Küche, frisch zu kochen. Besonders hervorzuheben ist das Mittagsmenü zu sehr günstigen Preisen (CHF 20–25). Ich habe mich für die Hacktätschli an Champignonrahmsauce mit sardischer Pasta (Fregola Sarda) entschieden, vorab gab es einen Menüsalat.
Der Menüsalat war ein kleiner grüner Salat mit einer würzigen crèmigen französischen Salatsauce und knusprigem Brot. Die Hacktätschli waren schön gebraten mit brauner Kruste und innen medium-rare – saftig und nicht trocken. Die Champignonrahmsauce passte gut dazu, und die Fregola Sarda waren mit Parmesan vermengt. Das Gemüse war auf den Punkt gegart.
Einziger Wermutstropfen: Der Salzgehalt war sowohl bei meinen Hacktätschli als auch bei den Bratkartoffeln meines Tischnachbarn deutlich zu hoch. Da ich zu Hause weniger salzig esse, kann es sein, dass ich empfindlicher bin – aber es war auffällig. Die Portion des Tatars meiner Tischnachbarin durfte ich übrigens probieren: würzig, pikant und gut abgeschmeckt.
Als Dessert gönnte ich mir eine Kugel Tonkabohnen-Glace mit Rahm. Die Glacé hatte eine sehr crèmige Konsistenz mit dezentem Tonkabohnenaroma. Der Rahm war interessanterweise nicht luftig-schlagsahneartig, sondern wies eine deutlich dichtere Konsistenz auf – ein mildes und angenehmes Dessert.
Der Service war persönlich, sehr aufmerksam, nie aufdringlich – wie man es sich wünscht. Insgesamt ist der Süder ein elegantes Lokal mit frischer Küche, sehr gutem Service und gehobener Atmosphäre. Preislich ist der Süder am Mittag moderat, am Abend eher teuer.
Erster Besuch (Dezember 2024)
Bei meinem ersten Besuch hatte ich als Vorspeise das Tatar, das sehr gut zubereitet und abgeschmeckt war, angerichtet mit Butter und Toast. Als Hauptgang gab es Kalbsgeschnetzeltes mit Waldpilzsauce und roher Rösti – die Fleischstücke waren angenehm gross geschnitten, und alles schmeckte tadellos. Ein schöner Käseteller mit Früchtebrot und eine Kugel Tonkabohnen-Glace rundeten das Essen ab. Dazu haben wir verschiedenen Wein verköstigt, wobei mich vor allem das Preis-Leistungsverhältnis des Bordeaux und des Bolgheris überzeugt hat.