Highlight
- 🏛️ Helle, moderne Räume mit grosser Fensterfront und Blick zur Aare
- 🥩 Rindsragout auf Focaccia mit zart geschmortem Fleisch
- 💁 Freundlicher, authentischer Service
- 🍨 Kreative Fusionküche mit überraschenden Kombinationen
Das Restaurant Bay Bern liegt etwas versteckt an der Hodlerstrasse – und überrascht mit moderner Architektur, ruhiger Lage und einer unkonventionellen Fusionküche. Ein Ort, der sich bewusst abseits des Gewohnten bewegt.
Unser Besuchserlebnis im Restaurant Bay Bern
Das Restaurant Bay Bern: Moderne Architektur an der Hodlerstrasse
Von der Hodlerstrasse führt ein Wegweiser zu einer Rampe, die leicht abwärts zum Restaurant führt.
Von aussen zeigt sich ein klarer Betonbau, an dessen Fassade Reben hochklettern.
Innen dominieren eine grosse Fensterfront, Stützsäulen und eine moderne, eher reduzierte Einrichtung: Holztische, gepolsterte Sessel, viel Licht, Parkett und der Blick ins Quartier nahe der Aare. Das moderne Interieur sorgt für eine elegant-ruhige Atmosphäre, die sich deutlich vom klassischen Berner Altstadt-Stil abhebt – auch sehr gut für einen Business Lunch.
Die Tische sind simpel, aber elegant gedeckt. Auffällig: Standardmässig stehen keine Weingläser auf dem Tisch – der Grund ist dem Autor nicht bekannt.
Unkomplizierter, authentischer Service
Der Service empfing mich freundlich und wusste sofort über die Reservation Bescheid. Die Mitarbeitenden wirkten authentisch und gaben kompetent Auskunft zu Getränken und Menüs. Einzig das Tempo war etwas gemächlich – nicht störend, aber auffällig.
Fusionküche mit Ideenreichtum: Vom Salat zum Ragout
Die Mittagskarte bietet eine kleine, bewusst ungewöhnliche Auswahl. Klassiker werden neu interpretiert, manche Kombinationen überraschen – etwa ein Rindsragout mit Bohnen auf Focaccia oder ein gratiniertes “Ghacktes” mit Röstkartoffeln.
Am meisten angesprochen von den Mittagsmenüs im Bay hat mich das zart geschmorte Rindsragout auf Focaccia, ergänzt durch einen knackigen Marktsalat.
Der Salat bestand aus Blattsalaten, Karottenstreifen und einem cremigen Dressing mit milder Säure. Getoppt wurde er mit gerösteten Kürbiskernen und Mohn – nussig, aromatisch und hervorragend in der Kombination.
Das Rindsragout überzeugte durch zart geschmortes Fleisch, harmonische Aromen und gut gegarte Bohnen. Die Focaccia lag teils unter dem Ragout, wodurch sie sich mit den Aromen vollsog. Ein Stück Focaccia diente auch als Dekoration – diesmal knusprig getoastet.
Zum Abschluss gönnte ich mir eine Fior-di-Latte-Glacé mit karamellisierten, gerösteten Nüssen. Cremig, weich im Aroma, und durch die Nüsse angenehm süss-knackig: ein runder, feiner Abschluss.