Highlight
- 🍽️ Cuisine Voyage – wechselnde Themenmenüs
- 🪑 Edle Club-Atmosphäre mit schwarzen Lederbänken
- 🥖 Frisches Sauerteigbrot mit gesalzener Butter
- ☕ Praline im Kästchen als eleganter Abschluss
Atmosphäre: Edle Club-Atmosphäre am Bubenbergplatz
Myle liegt direkt am Bubenbergplatz, nur wenige Schritte vom Berner Hauptbahnhof entfernt. Es ist die Nachfolge des ehemaligen Manora und später Desperados – und hat sich mit einem komplett neuen Konzept etabliert.
Das Interieur ist modern und elegant: schwarze Lederpolsterbänke, Holztische, stilvolle Lampen. Die Atmosphäre erinnert an einen edlen Club. Dazu kommt eine Terrasse, die bei schönem Wetter zum Draussensitzen einlädt.
Die Tische sind elegant gedeckt – ein kleines Detail fiel auf: ein Fleck auf dem Servierteller. Nichts Dramatisches, aber bei diesem Preissegment fällt es auf. Das Publikum ist gehoben, die Stimmung angenehm gediegen.
Die Küche: Cuisine Voyage
Das Myle verfolgt das Konzept der «Cuisine Voyage» – die Speisekarte wechselt regelmässig und reist um die Welt. Chef Markus Arnold (früher Steinhalle Bern) steht für diese kulinarische Reise. Wir besuchten das Myle für den Business Lunch (Donnerstag und Freitag, 2 Gänge für CHF 59). Am Abend wird das Cuisine Voyage Menü mit mehreren Gängen serviert, startend bei CHF 169. Teile davon können à la carte bestellt werden.
Brot mit gesalzener Butter
Der Auftakt begann mit Sauerteigbrot und gesalzener Butter. Das Brot hatte einen wunderbar frischen Geschmack, die gesalzene Butter verlieh dem Ganzen eine edle Note – ein tolles Paar.
Vorspeise: Salat mit Ofengemüse und Schwarzwälderschinken
Als Vorspeise gab es einen frischen Salat mit Ofengemüse sowie Schwarzwälderschinken. Der Salat kam mit einem leichten Dressing, die Karotten und Zucchini aus dem Ofen waren weich und aromatisch. Der Schwarzwälderschinken hatte das typische Raucharoma mit einer leichten Harznote. Insgesamt gelungen – ein kleiner Kritikpunkt: die Salatsauce tropfte auf den getrennt angerichteten Schinken. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Schinken einfach auf dem Salat liegt statt daneben.
Hauptgang: Kartoffelgnocchi mit Spinat, frischen Morcheln und Taleggioschaum
Der Hauptgang waren hausgemachte Kartoffelgnocchi mit Spinat, frischen Morcheln und einem Taleggioschaum. Die Morcheln hatten das feine Aroma von frischen Exemplaren – dezenter als getrocknete, aber wunderbar aromatisch. Der würzige Taleggioschaum wertete die anderen geschmacklich feinen Zutaten perfekt auf.
Dessert: Praline mit Kaffee
Zum Abschluss gönnte ich mir ein hochwertiges Praline, liebevoll in einem kleinen Kästchen verpackt zum Tisch gebracht. Dazu einen Kaffee – ein gelungener, eleganter Abschluss.
Service
Der Service im Myle duzt die Gäste und ist durchweg freundlich. Die Gerichte wurden vom Personal gut beschrieben. Einzige kleine Panne: Zu Beginn gab es eine technische Schwierigkeit bei der Bestellaufnahme, weshalb wir sie wiederholen mussten. Das Personal handelte professionell – lieber nochmals nachfragen, als das Falsche zu bringen.