- Vacherin-Käse im Brot – ein frisch ausgehöhltes, dunkles Brötchen mit warmem Vacherin, dazu Speck und Birne: unglaublich schmackhaft, einfach "chüstig"
- Rustikales Interieur mit viel Holz und einem passenden Mühlrad an der Wand, direkt unterhalb der Nydeggtreppe
- Überaus freundlicher und aufmerksamer Service – die Kellnerin bringt proaktiv die reguläre Speisekarte
- Traubenmousse aus Trauben aus dem eigenen Garten – sehr fruchtig, auch wenn es eher nach Beeren schmeckt
Atmosphäre: Rustikal unter der Nydeggtreppe
Wir waren im Restaurant Mühlirad in der Matte [im Berner Altstadtquartier Matte]. Von außen liegt es direkt unterhalb der Nydeggtreppe (Nydeggstäge) und macht einen sehr ansprechenden Eindruck. Wenn man hineinkommt, dominiert im Innenbereich Holz, und es gibt auch ein passendes Mühlrad an der Wand.
Wir haben an einem gemütlichen kleinen Ecktisch Platz genommen. Die Atmosphäre ist insgesamt sehr rustikal – genau das macht den Charme dieses versteckten Lokals aus.
Die Küche: Vacherin im Brot und mehr
Vorspeise: Menüsalat
Als Vorspeise habe ich mich für einen Menüsalat entschieden. Dieser hatte eine schöne Portionsgröße, war mit Oliven garniert und für einen einfachen Beilagensalat mit seinem italienischen Dressing sehr abwechslungsreich.
Hauptgang: Vacherin-Käse im Brot
Als Hauptgang gab es bei mir einen Vacherin-Käse im Brot. Serviert wurde ein sehr frisches, dunkles Brötchen – kein Vollkorn, sondern ein typischerweise mit Malz gefärbtes Brot –, das ausgehöhlt und mit warmem Vacherin gefüllt war. Das herausgeschnittene Brotstück lag daneben, sodass man es wunderbar in den Käse tunken konnte.
Der Vacherin war angenehm weich, wenn auch nicht ganz so flüssig wie ein Fondue. Dazu konnte man sich Toppings aussuchen – ich habe mich für Speck und Birne entschieden, Pilze hätten ebenfalls zur Auswahl gestanden. Das Ganze war unglaublich schmackhaft (schweizerisch: chüstig), und ich habe den Teller fast komplett leer gegessen. Meine Kollegen haben schon ganz neidisch auf mein Essen rübergeschaut.
Dessert & Kaffee: Traubenmousse
Zum Abschluss gab es noch ein kleines Dessert. Ich hatte ein Traubenmousse bestellt. Dieses hat allerdings eher nach Beeren als nach Trauben geschmeckt – die Trauben stammten laut Karte zwar aus dem eigenen Garten, weswegen sie sehr fruchtig schmeckten und vielleicht nicht das typische, künstliche Traubenaroma hatten, aber das Dessert war kurioserweise auch mit Beeren statt mit Trauben garniert. Danach gab es noch einen Kaffee.
Service
Der Service war äußerst freundlich und aufmerksam. Die Kellnerin kam beispielsweise proaktiv an den Tisch, um zu fragen, ob wir noch etwas bestellen möchten – sie hat sehr geschickt und auf eine sympathische Art versucht, den Verkauf anzukurbeln. Zuerst lag zwar nur das Mittagsmenü auf dem Tisch, aber sie hat uns dann sofort auch die reguläre Speisekarte gebracht. Die Karte ist nicht riesig, bietet aber eine gute Auswahl – zum Beispiel Cordon Bleu oder das “Metzgerstück”, ein Fleischgericht, das regelmässig wechselt.
Fazit
Der Besuch war insgesamt sehr stimmig. Das Restaurant hat ein schönes Interieur, der Service ist überaus freundlich und das Essen war tipptopp. Vor allem der Vacherin-Käse im Brot mit Speck und Birne bleibt in Erinnerung. Ich würde dem Restaurant eine Bewertung von mindestens 4.4 von 5 Sternen geben.
Details
Adresse: Gerberngasse 4, 3011 Bern (Matte, direkt unter der Nydeggtreppe)
Telefon: +41 31 311 21 09
Website: muehlirad-bern.ch
Öffnungszeiten: Di–Fr 11.30–23.00 Uhr (Küche bis 21.00), Sa 17.00–23.00 Uhr (Küche bis 21.00), So/Mo Ruhetag
ÖV: Vom Bahnhof Bern mit dem Bus 12 bis Nydegg, dann die Nydeggtreppe hinunter
Küche: Gut bürgerliche Schweizer Küche – Cordon Bleu, “Metzgerstück”, Käsegerichte