Highlight
- 🧆 Domino Teller mit 10 verschiedenen Komponenten
- 🪟 Fenster zum Öffnen – drinnen sitzen wie draussen
- 🛋️ Bordeaux-Ledersessel und gemütliche Sitzbänke
- 💁 Freundlicher, fast familiärer Service
Atmosphäre: Gepflegtes Interieur mit Strassenflair
Das Domino Bern existiert bereits seit Jahrzehnten und hat sich einen festen Platz in der Berner Gastrolandschaft erarbeitet. Das Interieur ist gepflegt, wirkt aber, als hätte es seit längerer Zeit keine grundlegende Veränderung mehr erfahren – was durchaus seinen Charme hat. Bordeauxrote Ledersessel und gepolsterte Sitzbänke laden zum Verweilen ein und verleihen dem Raum eine warme, einladende Note.
Besonders bemerkenswert ist das durchdachte Konzept der grossen Fensterfront: Die Fenster lassen sich weit öffnen, sodass die Tische im Inneren plötzlich ein Gefühl vermitteln, als sässe man draussen an der frischen Luft. So entsteht eine wunderbare Verbindung zwischen Innen- und Aussenraum. Bei schönem Wetter stehen zudem Tische und Stühle direkt auf der Schwanengasse bereit.
Die Küche: Libanesische Spezialitäten
Für meinen Besuch entschied ich mich für den Domino Teller – eine zusammengestellte Platte, die einen umfassenden Einblick in die libanesische Küche verspricht.
Hauptgang: Domino Teller – CHF 37
Der Domino Teller ist eine beeindruckende Zusammenstellung aus warmen und kalten Mezze-Spezialitäten: Sambussek (fleischgefüllte Teigtaschen), Kichererbsenmus (Hummus), Auberginenmus (Baba Ganoush), Kebbe Akras (frittierter Bulgur mit Rindfleisch), Tabboule-Salat, Spinatpastete, Falafel und zwei grosszügige Pouletspiessli, serviert in Fladenbrot mit Tabboule.
Der Tabboule-Salat war wunderbar erfrischend und schmeckte deutlich nach Petersilie – genau so, wie ein guter Tabboule sein sollte. Das Auberginenmus präsentierte sich eher mild und cremig, während das Kichererbsenmus würzig daherkam, fast mit einem angenehmen Raucharoma. Die Pouletspiesschen waren zart und aromatisch gebraten, das Fladenbrot habe ich mit den beiden Mus-Varianten bestrichen – eine hervorragende Kombination.
Dazu gesellten sich vier unterschiedliche kleine Speisen: Falafel, eine frittierte Kugel mit Rindfleisch, Spinatpastetchen und eine Teigtasche mit Rindfleisch. Jede dieser Komponenten war für sich genommen aromatisch und trug zum Gesamterlebnis bei. Insgesamt ergab sich ein vielfältiges Geschmackserlebnis mit vielen Nuancen. Die Portion war reichhaltig – ich hatte grossen Hunger und wurde dennoch mehr als satt.
Dessert: Libanesischer Kaffee mit Kardamom
Zum Abschluss gönnte ich mir einen libanesischen Kaffee mit Kardamom. Der Geschmack war orientalisch und für mich als ungewohnt – vielleicht hätte ich etwas Zucker dazugeben sollen, um die kräftige Kardamom-Note auszugleichen. Es war dennoch ein interessanter, authentischer Abschluss des Menüs.
Service
Der Service im Domino Bern ist freundlich, unkompliziert und beinahe familiär. Man fühlt sich willkommen und gut aufgehoben – ohne aufdringliche Distinguiertheit. Die Bedienung geht auf die Gäste ein und sorgt für eine entspannte, angenehme Atmosphäre während des gesamten Besuchs.