- Italienisches Restaurant in einer Holzhütte – hinter dem Bienzgut versteckt und über einen Kiesweg erreichbar
- Riesige Bruschetta fast wie eine Focaccia, reichlich belegt mit Tomaten, Öl, Knoblauch und Rucola – gut zum Teilen für zwei bis drei Personen
- Die Wirtin bedient persönlich, nimmt die Bestellung zügig auf und serviert das Essen selbst
- Gemütliche Holzhütten-Atmosphäre mit einfach gedeckten Tischen und rot-weiss karierten Tischtüchern
Atmosphäre: Eine Holzhütte hinter dem Bienzgut
Die Osteria da Santo liegt abgelegen. Man gelangt von der Hauptstraße auf einen Kiesweg und sieht dann ein Holzgebäude, an dem angeschrieben steht, dass es sich um die Osteria da Santo handelt. Auf der einen Seite ist das Logo zu sehen, daneben gibt es ein Fenster. Geht man rechts herum, kommt man zum Eingang.
Drinnen wirkt das Lokal wie eine gemütliche Holzhütte. Die Tische sind einfach gehalten und mit rot-weiß karierten Tischtüchern eingedeckt. Wir haben uns dort an einen Tisch gesetzt – in so einer Holzhütte erwartet man eigentlich kein italienisches Restaurant.
Die Küche: Saisonale Karte mit Italiens Klassikern
Vorspeise: Bruschetta – fast wie eine Focaccia
Als Vorspeise habe ich mich für die saisonale Karte entschieden und eine Bruschetta bestellt. Diese war riesig – fast wie eine Focaccia. Sie war reichlich mit Tomaten, Öl, Knoblauch und Rucola belegt, in sechs Stücke geschnitten und schmeckte hervorragend. Für eine Vorspeise war die Portion allerdings fast schon zu groß: Selbst nachdem mein Kollege ein Stück mitgegessen hatte, war immer noch so viel übrig, dass ich den Rest stehen lassen musste. Eigentlich könnte man die Focaccia zu zwei bis drei Personen teilen.
Hauptgang: Spaghetti alla Chitarra
Als Hauptgang habe ich die Spaghetti alla Chitarra bestellt – im Grunde ein Cacio e Pepe, laut Karte zusätzlich mit Feigen und Honig verfeinert. Auch hier war die Portion riesig. Geschmacklich hat mir das Gericht grundsätzlich gut gefallen, gerade weil Cacio e Pepe mit Pecorino und Pfeffer diesen typischen, angenehmen Geschmack mitbringt. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Pasta kam auf dem Teller etwas trocken an und war nicht mehr ganz heiss – etwas mehr Sauce hätte ihr gutgetan. Die Feigen waren am Tellerrand erkennbar, der Honig hat sich für mich allerdings nur dezent bemerkbar gemacht. Nach der Hälfte war ich satt – so satt, dass wir auf ein Dessert verzichtet haben.
Service
Der Service war aus meiner Sicht gut und wurde von der Chefin – ich denke, es war die Wirtin – persönlich übernommen. In der Küche gab es einen Kasserolier und vermutlich den Wirt. Meine Kollegen waren mit dem Service zwar nicht ganz so zufrieden, aber für mich hat es absolut gepasst: Die Wirtin hat die Bestellung zügig aufgenommen und das Essen serviert.
Fazit
Insgesamt lohnt sich der Ausflug nach Bümpliz “Bienzgut” trotzdem, da das Restaurant ein echter Geheimtipp ist. Sollte man extra wegen dieses Restaurants nach Bümpliz fahren? Man kann es auf jeden Fall ausprobieren, aber ein absolutes Muss ist es nicht. Wer grosse Portionen, eine gemütliche Holzhütten-Atmosphäre und eine Wirtin mit persönlicher Note sucht, wird hier gut bedient – bei der Pasta wäre allerdings etwas mehr Saftigkeit drin gewesen.
Details
Adresse: Bernstrasse 79, 3018 Bern (hinter dem Bienzgut)
Telefon: +41 31 992 33 11
Website: osteriadasanto.ch
Öffnungszeiten: Di–Sa 9.00–14.00 Uhr und 17.30–22.00 Uhr, So 9.00–23.00 Uhr, Montag Ruhetag
ÖV: Vom Bahnhof Bern mit der S-Bahn (S1/S2/S3/S31) bis Bümpliz Nord oder mit dem Tram 7 bis Bümpliz
Küche: Italienisch – Pizza, Pasta und klassische Gerichte